29.10.2016

Im großen Final-Showdown prallen mit Murray und Tsonga zwei Wien-Sieger aufeinander

Im großen Final-Showdown der Erste Bank Open 500 prallen am Sonntag Andy Murray und Jo-Wilfried Tsonga aufeinander. Für beide geht es dabei um den zweiten Titelgewinn bei Österreichs Tennis-Highlight in der Wiener Stadthalle. Tsonga hat das Turnier 2011 durch einen Finalerfolg über den Argentinier Juan Martin Del Potro gewonnen, Murray 2014 durch einen Endspieltriumph gegen David Ferrer. Die Begegnung Murray gegen Ferrer stand auch am heutigen Semifinaltag auf dem Spielplan, doch eine Verletzung im linken Bein des spanischen Titelverteidigers verhinderte die Austragung dieser Final-„Revanche“ für 2014. Ein enttäuschter Ferrer gab seinen Rückzug aus dem Turnier auf dem Center Court bekannt: „Ich habe alles versucht, aber ich kann leider nicht spielen. Das ist natürlich sehr enttäuschend, aber ich hoffe, dass ich mich möglichst schnell erholen kann. Ich werde versuchen, positiv zu bleiben und nächstes Jahr wiederzukommen“, meinte die aktuelle Nummer 19 der Weltrangliste.

 

Ferrer konnte erst zum zweiten Mal in seiner langen Karriere zu einem ATP-Match nicht antreten, wobei der 34-Jährige bisher nicht weniger als 1.024 Turnierspiele absolviert hat. Das Publikum bekam Andy Murray am Samstag dennoch zu sehen. Er bestritt gegen Jürgen Melzer ein Match-Tiebreak, das der Schotte mit 10:6 gewann. Zudem absolvierte Murray auch noch ein kurzes Training auf dem Center Court. „Ich habe gewusst, dass David schon zu Beginn der Woche Probleme mit einer Verletzung hatte. Dann hatte er gestern ein sehr langes Match, das ist natürlich unglücklich für ihn. Es muss wirklich etwas Ernstes gewesen sein“, sagte Murray, der am Sonntag nach seinem bereits siebenten Saisontitel greift. „Ich bin motiviert, die Saison so stark wie möglich abzuschließen. Es ist gut, wieder in einem Finale zu stehen. Es war eine harte Woche, die ersten paar Matches waren schwierig. Aber jetzt habe ich die Chance, einen Titel zu gewinnen, und hoffentlich spiele ich mein bestes Tennis im Finale“, ergänzte der zweifache Olympiasieger.

 

Während ein Semifinale entfiel, entwickelte sich die Begegnung zwischen Tsonga und Karlovic zum erwartet spannenden Schlagabtausch, in dem der Franzose nach 2:34 Stunden und der Abwehr eines Matchballs mit 5:7, 7:5, 7:6 (8/6) das bessere Ende für sich hatte. „Ich bin wirklich glücklich. Wenn man in so einem Turnier vier Matches in Serie gewinnt, bedeutet das, dass man gutes Tennis gespielt haben muss. Das war heute ein spezielles Match. Ich bin einen Satz und ein Break zurückgelegen, doch dann hat er mich noch einmal in das Match zurückgelassen“, atmete der aktuelle Weltranglisten-15. nach der Partie tief durch. Vor allem im Tiebreak des Entscheidungssatzes stand Tsonga mit dem Rücken zur Wand, als Karlovic bereits mit einem Minibreak voran lag und mit eigenem Aufschlag auf 6:4 hätte stellen können. Bei 5:6 musste Tsonga sogar einen Matchball abwehren. „Das war wirklich extrem knapp. Ich habe fast jedes Tiebreak in der Vergangenheit gegen Ivo verloren“, sagte Tsonga, der in den direkten Duellen mit seinem Finalgegner Murray mit 2:13 zurückliegt.

 

Im Doppel-Endspiel bekommen es der Steirer Oliver Marach und sein französischer Partner Fabrice Martin am Sonntag ab 11.45 Uhr mit dem polnisch-brasilianischen Duo Lukasz Kubot und Marcelo Melo zu tun. Die Titelverteidiger setzten sich in der Vorschlussrunde gegen die US-Zwillinge Bob und Mike Bryan, die tags zuvor ihren 1000. Match-Sieg auf der ATP World Tour gefeiert hatten, mit 4:6, 6:2, 12/10 durch. Damit kommt es im Finale zum Aufeinandertreffen von Marach mit Kubot, mit dem der Österreicher im Jahr 2009 seinen bisher einzigen Wien-Titel errungen hat.

 

Tickets für die Erste Bank Open 500 sind online auf www.erstebank-open.com, www.stadthalle.com, an den Kassen der Wiener Stadthalle, telefonisch unter 01 / 79 999 79 sowie bei „oeticket“ erhältlich.

Im großen Final-Showdown prallen mit Murray und Tsonga zwei Wien-Sieger aufeinander