Alcaraz steht nach seinem ersten Auftritt vor fünf Jahren erneut im Halbfinale von Wien. Gleichzeitig ist es sein 50. Halbfinale auf der ATP Tour. Medvedev ist nach seinem Turniersieg in Almaty in der Vorwoche seit sieben Matches ungeschlagen. Für ihn ist es das zehnte Halbfinale der Saison. Damit liegt er nur hinter Alexander Zverev, der bereits zwölf Halbfinals erreicht hat.
Medvedev sicherte sich seinen Platz unter den letzten vier, indem er am Freitag den Erfolgslauf des französischen Qualifikanten Adrian Mannarino beendete. Er setzte sich souverän mit 6:2, 6:3 durch. Nach dem Match erklärte Medvedev: „Es war ein körperlich anstrengendes Match. Es ging darum, wer den anderen zuerst in eine ungünstige Position bringt. Ich glaube, da war ich heute einfach besser. Bei seinem Aufschlag hatte ich heute auch mehr Antworten. Ich glaube, ich habe mir den Sieg verdient.“
Alcaraz machte seinen Halbfinaleinzug mit einem Erfolg gegen Tommy Paul (USA/7) perfekt. Der Spanier entschied die Partie mit 6:4, 7:6(2) für sich. „Ich bin wirklich sehr glücklich, hier in Wien wieder in einem Halbfinale zu stehen, und auch darüber, wie ich spiele. Bislang habe ich auch noch keinen Satz abgegeben. Ich freue mich sehr darauf, morgen wieder auf den Platz zu gehen und ein weiteres großartiges Duell zu bestreiten“, sagte Alcaraz nach dem Match.
Mit Blick auf seinen Halbfinalgegner sagte der Spanier: „Er spielt großartig. Wenn man gerade einen Titel gewonnen hat, gibt einem das immer viel Selbstvertrauen. Ich habe seine Matches hier verfolgt und er spielt wirklich stark. Gegen seinen Spielstil ist es ziemlich schwierig. Ich werde auf einen körperlich harten Kampf und lange Ballwechsel vorbereitet sein.“
Im Head2Head zwischen den beiden führt Alcaraz mit 6:3. Das letzte Aufeinandertreffen war in diesem Jahr im Halbfinale des Masters-Turniers in Indian Wells, wo sich Medvedev in zwei Sätzen durchsetzen konnte.

