Zverev übernahm vom ersten Ballwechsel an die Kontrolle. Gleich im ersten Game gelang ihm das Break, weitere Aufschlagverluste Ferys zum 0:3 und 0:5 folgten. Nach einem makellosen ersten Satz durfte sich der Brite erst im neunten Game der Partie über seinen ersten Spielgewinn freuen.
Auch im zweiten Durchgang erwischte Zverev mit einem frühen Break zum 1:0 den perfekten Start. Fery verkürzte zwar auf 1:2, konnte den neuen Weltranglistenersten jedoch nicht mehr ernsthaft gefährden. Nach nur 58 Minuten machte Zverev den deutlichen 6:0, 6:2-Erfolg perfekt.
„Auf dem Platz sehr gut gefühlt“
„Mir geht es wunderbar, aber mir geht es eigentlich immer gut“, scherzte Zverev nach seinem Sieg. Mit seiner Leistung zeigte er sich entsprechend zufrieden: „Es war heute für mich ein relativ gutes Match. Arthur hat nicht unfassbar viel Power, aber er spielt sehr schnell und taktisch klug. Ich habe mich heute auf dem Platz sehr gut gefühlt.“
Für seinen jungen Gegner fand Zverev anerkennende Worte: „Arthur spielt heuer sein erstes Jahr auf der Tour und war in Wimbledon im Halbfinale. Ich glaube, wir werden in den nächsten zehn Jahren noch viel von ihm sehen.“
Kurze Nacht nach historischem Erfolg
Nach seinem historischen Erfolg am Vorabend hatte Zverev in der Nacht nur wenig Ruhe gefunden. Mit dem Einzug ins Viertelfinale hatte er den Sprung an die Spitze der Weltrangliste fixiert, ab Montag wird der Deutsche offiziell als Nummer eins der Welt geführt. „Ich habe heute Nacht nicht viel geschlafen, wenn ich ehrlich sein darf“, verriet Zverev schmunzelnd. „Diese Taktik werde ich trotzdem nicht öfter ausprobieren – auch wenn sie heute gut funktioniert hat.“

