Im entscheidenden Match des Wochenendes behielt Alexander Zverev die Nerven: Der Wien-Sieger von 2021 setzte sich am Sonntag mit 7:6(3), 6:3 gegen Learner Tien durch und holte damit die entscheidenden Punkte zum 13:5-Triumph von Team Europe. Für Zverev war es bereits das vierte Mal, dass er den Laver Cup mit einem Sieg fixierte. Mit insgesamt 26 Punkten ist der Deutsche zudem der erfolgreichste Spieler in der Geschichte des Teamwettbewerbs.
Cobolli und Menšík bringen Europa auf Siegkurs
Den perfekten Auftakt in den Finaltag lieferten zwei weitere Wien-Starter: Flavio Cobolli und Jakub Menšík besiegten Taylor Fritz und Alex de Minaur im Doppel mit 7:5, 6:3 und brachten Team Europe damit nur noch einen Sieg vom Titel entfernt. Für Menšík war es bereits der zweite Doppelerfolg des Wochenendes, nachdem er am Freitag gemeinsam mit Carlos Alcaraz gegen Fritz und Alexander Bublik gewonnen hatte.
Auch Zverev hatte schon am Samstag im Doppel angeschrieben. Gemeinsam mit Casper Ruud setzte er sich in zwei Sätzen gegen Bublik und Brandon Nakashima durch.
Direkte Duelle der Wien-Stars
Aus Sicht der Erste Bank Open besonders spannend: In London kam es gleich zu mehreren Duellen zwischen Spielern, die von 24. Oktober bis 1. November in Wien aufschlagen werden. Brandon Nakashima setzte sich am Freitag in einem umkämpften Match-Tiebreak gegen Jakub Menšík durch. Einen Tag später bezwang Learner Tien den Italiener Flavio Cobolli ebenfalls im Match-Tiebreak, ehe er sich am Sonntag erst Zverev geschlagen geben musste.
Damit verbuchten alle fünf Wien-Starter beim Laver Cup zumindest einen Sieg. Zverev, Cobolli und Menšík durften am Ende mit Team Europe über den Titel jubeln, während Tien und Nakashima für Team World wichtige Punkte holten.
Das Tenniswochenende in London war damit auch ein hochkarätiger Vorgeschmack auf die Erste Bank Open: Schon bald stehen die Laver-Cup-Stars nicht mehr gemeinsam auf der Teambank, sondern in der Wiener Stadthalle und der Marx Halle wieder als Konkurrenten auf dem Court.

