Neumayer startete mutig in die Partie und versuchte, Mensik mit cleveren Aufschlägen und variantenreichem Spiel Probleme zu bereiten. Die aktuelle Nummer 16 der Welt setzte den Salzburger jedoch vor allem bei dessen zweiten Aufschlägen unter Druck und überzeugte mit geduldigem, druckvollem Tennis. Trotz engagierter Gegenwehr musste Neumayer im ersten Satz zwei Breaks hinnehmen und verlor diesen mit 2:6.
Auch im zweiten Durchgang bekam Neumayer die Returnstärke seines Gegners früh zu spüren und musste gleich sein erstes Aufschlagspiel abgeben. Der Österreicher kämpfte weiter, lieferte sich mit Mensik sehenswerte Ballwechsel und durfte sich auf die lautstarke Unterstützung der Fans verlassen, die ihn immer wieder mit Sprechchören anfeuerten. Gegen das hohe Niveau seines um 152 Plätze besser platzierten Gegners fand Neumayer letztlich jedoch keine entscheidende Lösung und musste sich am Ende mit 2:6, 2:6 geschlagen geben.
"Konnte ihn nie wirklich unter Druck setzen"
„Es war ein schwieriges Match. Er hat wirklich sehr stark gespielt und es ist mir schwergefallen, bei seinen Aufschlägen in die Rallyes zu kommen, obwohl das Returnspiel normalerweise eine meiner Stärken ist. Dazu war es natürlich nicht gut, dass ich beide Male ein frühes Break kassiert habe. Ich habe ihn nie wirklich unter Druck setzen können“, analysierte Neumayer nach dem Match.
Trotz der Niederlage nimmt der Österreicher wertvolle Erfahrungen aus seinem ersten Duell mit einem so hoch gerankten Spieler mit: „Man hat gesehen, dass beim Tempo noch ein großer Unterschied besteht. Bei den Grundlinienpunkten habe ich mithalten können, aber der Aufschlag war heute die größte Schwierigkeit. Es war mein erstes Match gegen einen Top-20-Spieler und solche Matches helfen einem extrem auf dem Weg nach oben.“
Für Lukas Neumayer sind die Erste Bank Open aber noch nicht vorbei. Dank einer Wildcard tritt er gemeinsam mit Jurij Rodionov auch im Doppelbewerb an.
Jakub Mensik trifft nun im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen dem Qualifikanten Adrian Mannarino (FRA) und Ignacio Buse (PER).
Fery nach Aufgabe im Achtelfinale Das rein britische Duell dauerte nur kurz. Beim Stand von 5:1 für Arthur Fery gab Jacob Fearnley auf und ermöglichte seinem Landsmann damit den Einzug ins Achtelfinale. Dort bekommt er es mit dem Sieger der Partie zwischen Lorenzo Musetti (ITA) und Frances Tiafoe (USA/6) zu tun. Darderi gewinnt italienisches Duell Im zweiten Match trafen die beiden Italiener Luciano Darderi und Matteo Arnaldi aufeinander. Lange entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Spieler mit souveränen Aufschlagspielen überzeugten. Darderi erspielte sich im Verlauf des ersten Satzes als Erster Breakchancen, konnte diese zunächst aber nicht nutzen. Ein paar Games später gelang ihm schließlich doch das entscheidende Break, mit dem er sich den ersten Satz mit 7:5 sicherte. Darderi nahm den Schwung mit in den zweiten Durchgang und setzte Arnaldi mit zwei frühen Breaks unter Druck. Diesen Rückstand konnte sein Landsmann nicht mehr aufholen. Darderi gewann den zweiten Satz mit 6:2 und fixierte damit den Einzug in die nächste Runde. Für Darderi war es erst der zweite Sieg in einem Indoor-Match auf der ATP-Tour. Seinen bisher einzigen Erfolg in der Halle hatte er ebenfalls bei den Erste Bank Open gefeiert, nämlich 2024 gegen Dominic Thiem. Im Achtelfinale trifft Darderi nun auf den Sieger des Duells zwischen Tommy Paul (USA/7) und Andrey Rublev. Tien nimmt Van Assche aus dem Bewerb Luca Van Assche (FRA) und Learner Tien (USA) bestritten am Montag das letzte Match des Tages am Centre Court. Die Partie war von langen, intensiven Ballwechseln und zahlreichen Breakchancen auf beiden Seiten geprägt. In den entscheidenden Momenten agierte Tien jedoch präziser, setzte sich bei den wichtigen Punkten durch und sicherte sich mit 6:3, 6:1 den Einzug in das Achtelfinale, wo er auf Alex de Minaur (AUS/5) treffen wird.

